Die Feststellung, man ist Angehörige/r eines suchtkranken Menschen trifft einen wie ein Donnerschlag.

Als Angehöriger durchläuft man ebenso verschiedene Phasen, wie der Süchtige selbst.

Nachdem man erahnte, suchte, feststellte, diskutierte, bettelte, zu verhindern versuchte und an seine Grenzen geriet, steht man als Angehöriger oft hilflos da und weiß nicht weiter.

Für die Suchtkranken gibt es verschiedene Anlaufstellen und Möglichkeiten, medizinische Betreuung und Beratung etc. und man findet recht schnell Antworten auf die Frage, wo man sich konkret hinwenden kann und Hilfe bekommt. Ambulant oder stationär, physiologisch ebenso wie psychologisch.

Als Angehöriger ist man oftmals – nach dem Schock und der Scham – in der Position, wenig Hilfsmöglichkeiten geboten zu bekommen.
In den letzten Jahren hat sich hier ein wenig getan, es bilden sich Selbsthilfegruppen bei den Guttemplern und beim DRK sowie weiteren sozialen Einrichtungen.
Es fehlt jedoch an der individuellen Unterstützung für die, die ihre Geschichte nicht zwingend innerhalb einer Gruppe oder eines größeren Kreises erzählen möchten und die die Zuwendung und vor Allem die Lösungsfindung benötigen, die in einem vis-a-vis – Gespräch erarbeitet werden können.

Hier setzt mein Projekt im Freiraum – neben allen anderen Themen – an.

Und dazu gibt es zukünftig hier einige weiterführende Tipps und Erzählungen, um den Weg für all die zu ebnen, die Angehörige eines Suchtkranken sind und den Bogenschlag in meinen Freiraum finden möchten.

Wer könnte besser agieren, als jemand, der selbst die Erfahrung als Angehöriger eines Suchtkranken machte?

Ich selbst war Angehörige eines alkoholabhängigen Mannes in der akuten Phase – in welcher er selbst noch lange nicht eingestehen konnte – sich oder anderen – dass er alkoholabhängig ist.
Der Weg, vorbei an der Co-Abhängigkeit (die nichts damit zu tun hat, dass man selbst trinken würde), vorbei an der Scham, an dem Schock, an der Angst und an der Wut, war nicht leicht und nicht folgenlos. Ich bin ihn gegangen und durfte mein verlorenes Lachen wieder finden, mein Glück und meine Liebe.
Aus dieser Erfahrung und aus all den speziell erlernten Segmenten der psychologischen und systemischen Beratung schöpfe ich die Mittel, um Hilfe und Unterstützung zu sein für die, die sie nutzen möchten.

www.beratungspraxis-freiraum.de