Mit freundlicher Genehmigung von Frau Katrin B. aus Bremen darf ich ihren Erfahrungsbericht zur Handflächen-Phobie-Technik veröffentlichen.

Vielen Dank dafür:

Meine Spinnenphobie und wie ich sie überwand

An eine Zeit in der ich keine Angst vor Spinnen hatte, kann ich mich nicht erinnern. Die Phobie reicht weit bis in meine früheste Kindheit zurück und erst vor einem Jahr bin ich durch einen Zufall auf die Ursache meiner Angst gestoßen.
Als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte, habe ich ihm bei einem unserer ersten Treffen gesagt, dass ich unter einer Spinnenphobie leide und er keinesfalls einen Scherz (Gummispinne o.ä.) bei mir machen dürfe, da das für mich nicht lustig sei. Er hat es mir versprochen, jedoch am Anfang nicht verstanden. Das änderte sich schnell. An einem Sommerabend saß mein Mann vor dem Computer und arbeitete, während ich in der Küche das Abendessen zubereitete. Als ich auf den Boden blickte lief eine Spinne (ca. 5 cm Durchmesser) unter dem Kühlschrank hervor und verschwand unter der Blende der Unterschränke. Ich schrie wie besessen los und musste vor lauter Angst augenblicklich weinen. Als mein Mann mich hörte, dachte er ich sei tödlich verletzt und rannte sofort zu mir. Als er begriff was los war versuchte er erfolglos mich zu beruhigen. Ich machte ihm unter Tränen klar, dass sollte er die Spinne nicht finden und töten, ich keinesfalls die Nacht in unserer Wohnung verbringen würde. Mein Mann begriff, dass mir die Sache wirklich Ernst war und brachte mich ins Wohnzimmer. Dort saß ich mit angezogenen Knien, heulend und zitternd. Da mich mein Mann sehr liebt und offenbar jetzt verstand wie ernst die Situation war baute er in dieser Nacht unsere komplette Küche auseinander und fand die Spinne dann irgendwann. Da verstand er, nach eigener Aussage erstmals, was der Unterschied zwischen einer Angst, oder einem Ekel und einer Phobie war. Im Laufe der Zeit häuften sich diese Vorfälle und irgendwann sagte mein Mann ich müsse etwas dagegen unternehmen. Ich sah das genauso da ich in ähnlichen Situationen, wie seiner Zeit in der Küche, für Stunden fix und fertig war und weder pünktlich zur Arbeit kam noch mir aus eigener Kraft helfen konnte. Sobald ich eine Spinne sah, war ich wie gelähmt. Musste sofort weinen und konnte der Spinne auch nicht selbst zu Leibe rücken. Diese Phobie nahm einen so großen Teil meines Lebens ein, dass ich wirklich etwas dagegen tun musste. Ich forschte im Netz und stieß auf die Dr. Moshé Zwang Methode. Zuerst konnte ich kaum glauben, dass eine so starke Phobie nach einer einzigen Behandlung kuriert sein sollte, doch auf einen Versuch kam es mir an. Ich suchte nach einer Adresse in meiner Nähe und wurde bei Frau Gogoll fündig. Nach einem telefonischen Vorgespräch, in dem ich ihr mein Problem erklärte, vereinbarten wir einen Termin. Bei unserem persönlichen kennenlernen sprach ich mit Frau Gogoll lange über meine Phobie und besprach mit ihr das weitere Vorgehen. Nach dem intensiven Gespräch teilte sie mir mit, dass die Methoden nach Dr. Moshé Zwang für mich geeignet sei, und ich legte mich in entspannte Atmosphäre auf eine Liege. Frau Gogoll forderte mich auf mich zu lockern und ganz ruhig zu atmen. Als ich ruhiger wurde und meine Atmung gleichmäßiger wurde nahm sie meine Hand. Dann führte sie mich geistig in eine Situation in der ich sehr große Angstgefühle für Spinnen gehabt habe. Ich versetzte mich mit geschlossenen Augen in diese Situation und mein Körper verspannte sich augenblicklich. Als ich glaubte es nicht mehr lange aushalten zu können drückte sie einen Punkt an meiner Hand mit sehr starkem Druck für mehrere Minuten. Nach kurzer Zeit begann es wirklich weh zu tun aber Frau Gogoll ließ mich weiter diese Angstsituation erleben, gab mir aber gleichzeitig immer das Gefühl ganz sicher zu sein. Nach einigen Minuten ließ sie meine Hand los und forderte ich auf mich wieder zu entspannen und meine Gedanken ins jetzt zurückkehren zu lassen. Frau Gogoll erklärte damit die Behandlung für beendet und wir verabschiedeten uns voneinander. Ich wollte, zuhause angekommen, den Erfolg sofort testen und bat meinen Mann mich in unseren Keller zu begleiten wo es vor Spinnen nur so wimmelte. Falls ich meine Phobie nicht los war, sollte er mir als Sicherheit dienen. Im Keller verspürte ich keinerlei Unbehagen mehr. Keine Angst, keine angespannten Muskeln, kein weinen. Wir waren beide beeindruckt. Nachdem ich zwei Spinnen mit einer Fliegenklatsche getötet hatte waren wir beide überzeugt.
Meine Behandlung liegt nur fast zwei Jahre zurück und der Zustand hat sich seitdem nicht verändert. Ich habe keine Angst mehr. Ein gewisser Ekel ist mir geblieben, doch für mich ist das Wichtigste: Ich kann mir selbst helfen. Spinnen kann ich selbst töten. Kein stundenlanges weinen mehr. Ich bin ganz locker und tue es einfach ohne groß darüber nachzudenken. Diese Behandlung hat mir ein großen Teil Selbstständigkeit im Alltag wiedergebracht und ich kann heute sagen, dass ich meine Phobie überwunden habe.
Ich danke Frau Gogoll-Münker sehr für ihre einfühlsame Beratung und Behandlung.